Wasserratten

Nachdem wir auf Sir Bani Yas “nur” schnorcheln waren haben wir uns entschlossen, dies nun mit ein paar “Wasseraktivitäten” nachzuholen. Daher ging es ins Aquaventure nach Dubai und segeln nach Belghalim Island.

Zuvor standen jedoch noch ein paar andere Dinge auf dem Programm. So führte am 2. März die fünfte Klasse der Deutschen Schule zwei Theaterstücke auf. Dies liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Zum einen spielten die Schüler das Stück “Lisa und die Mutmampfmonster” und schliesslich noch die “Westend-Story”. Es waren knapp 60 Eltern und Interessierte da und die Kinder haben beide Stücke wirklich gut vorgespielt.

Theaterstück der Klasse 5

Zwei Tage später waren wir beide dann auf verschiedenen Baustellen unterwegs. Während Sascha einen Photo-Auftrag für das Goethe-Institut hatte und eine Zeugnis-Zeremonie dokumentierte ging Bettina mit ihrer Klasse auf die Abu Dhabi International Bookfair. Dort hatte die Klasse nämlich einen Termin bei der Showküche. Die Kinder durften nämlich zusammen mit dem malaysischen Spitzenkoch Datuk Chef Wan ein Porridge kochen, welches in Malaysia alle Kinder zum Frühstück essen.

Kochen mit dem Profi Datuk Chef Wan

Nachdem alle gestärkt waren ging die Klasse weiter zum Creativity Corner. Dort gestalteten die Kinder alle ihr eigenes, individuelles Buch, welches sie sogar mit nach Hause nehmen konnten. Durch Zufall traf Bettina noch die deutsche Kinderbuchautorin Ute Krause, welche sie spontan dazu überreden konnte, der Klasse noch aus ihrem Buch „Ben und der böse Ritter Berthold“ vorzulesen.

Bettina’s Klasse und Ute Krause

Am Abend waren wir dann (wieder gemeinsam) bei Christina und Berend zum Essen eingeladen. Wir, bzw. Berend, hat lecker gegrillt und wir haben uns ewig unterhalten. So spät kamen wir in Abu Dhabi noch nie nach Hause … So ging es dann am frühen Morgen erstmal in die Federn und wir nutzten den Freitag um zu entspannen.

Am Samstag waren wir dann nochmals auf der Buchmesse, da wir uns einen Vortrag von Yann Martel anhören wollten. Leider wurde dieser kurzfristig abgesagt. Daher ging es vom Abu Dhabi National Exhibition Center gleich weiter an die Corniche, wo an diesem Wochenende das erste Wakestock Festival stattfand.

Geladen waren jede Menge internationale Wakeboard Fahrer, welche über das Wochenende ihr Können zeigten. Leider wurde vor dem offiziellen Kurs noch eine Cable-Anlage für Anfänger aufgebaut, so dass die Boote mit den Weltklasse-Fahrern dahinter fahren mussten. Daher war die ganze Aktion etwas weiter vom Strand entfernt, was es schwer machte an dem Ganzen teilzuhaben. So konnte man meist nicht mal richtig erkennen, welcher Wakeboarder denn nun gerade seine Tricks zeigt und so auch keine Beziehung zu den Fahrern aufbauen.

Wakeboarder an Land

… und im Wasser

Wenige Tage später war Elmar Krämer von Kakadu, einer Kinderradio-Sendung des Deutschlandradios, zu Gast an der Deutschen Schule. Sascha führte ihn durch die verschiedenen Klassen und schliesslich wurde noch Bettina über die Arbeit an der Deutschen Schule interviewt. Wir sind gespannt, was es da in ein paar Wochen zu hören gibt …

Elmar und der Rest der Bande

Nachdem wir uns am letzten Wochenende noch passiv mit dem Thema Wassersport beschäftigt haben (Wakestock-Festival) wurden wir dieses Wochenende nun aktiv. Los ging es mit einem Ausflug zusammen mit Cheryl und ihren Eltern in den Aquaventure Park im Atlantis Hotel in Dubai.

Der rund 17 Hektar grosse Wasser-Vergnügungspark bietet jede Menge Wasserrutschen und Lagunen. Highlights sind u.a. der 2,5 km lange befahrbare Wasserlauf, der durch den gesamten Park führt und von dem aus alle Rutschen erreichbar sind oder die Wasserbahn “Shark Attack” in der man durch ein mit Glasscheiben gesichertes Haifischbecken gleitet. Sehr gut gefallen hat uns auch die Rutsche “The Surge” die unter anderem durch dunkle Tunnel führte und einen sogar bergauf katapultierte …

“The Surge”

Die meisten Rutschen befinden sich rund um die Zikkurat, einem pyramidenartigen Stufentempel. Dort kann man aus 30 Meter Höhe in die verschiedenen Röhren starten. Bei weitem gemütlicher ist es jedoch, sich direkt aus dem Wasserlauf – auf welchem man in einem Luftschlauch unterwegs ist – über ein Förderband in den ersten Stock des Tempels befördern zu lassen. Theoretisch kann man den ganzen Tag auf dem Luftschlauch unterwegs sein und braucht nicht einmal aufzustehen … :)

Sascha unterwegs im Kanal

Zikkurat

Wir hatten sehr viel Spass an dem Tag und sind fast Rutschen gefahren. Total überrascht waren wir von Cheryl’s Eltern. Beide sind 80 Jahre alt und hatten den Tag über fast noch mehr Spass wie wir. Harold ist mit uns sogar alle Rutschen gefahren und hat uns am laufenden Band Witze erzählt. Es war ein wirklich sehr schöner und lustiger Tag, welchen wir dann gemeinsam bei einem Abendessen in der Ibn Battuta Mall ausklingen liessen.

Nach nur einer Nacht Regenerationsphase ging es dann am Samstag gleich weiter. Und zwar haben wir uns mit Mark von Noukhada zum segeln/kayaken verabredet. Wir trafen uns in der Nähe von Al Bahia und sind von dort aus mit einem Hobie 18 Katamoran in See gestochen. Ziel war Belghalim Island, eine Privatinsel von Sheikh Suroor. Dieser will dort in einigen Jahren ein Öko-Reservat eröffnen und hat dafür schon einige Tiere auf der Insel angesiedelt. (Sheikh Suroor gehört u.a. die Abu Dhabi Mall, das Burj Al Arab und die halbe Hamdan Street …)

Sascha auf dem Katamoran

Mark und Bettina

Wir haben den Katamoran auf der Insel geparkt und sind dann in unsere Kayaks umgestiegen, mit denen wir durch die Mangroven einen Teil der Insel erkundet haben. Wir haben wieder einige Gazellen, Flamingos und eine Art “Sprung-Hecht” gesehen. Leider ging auch dieser Tag viel zu schnell wieder vorbei.

vom Katamoran ins Kayak

Strausseneier auf Belghalim Island

Mangroven

wer sein Kayak liebt, der zieht … uns überraschte die Ebbe

Pünklich mit dem Sonnernuntergang kamen wir wieder am Festland an. Obwohl wir nun schon seit knapp zwei Jahren auf einer Insel leben war es das erste mal, dass wir wirklich segeln gegangen sind und uns einer der umliegenden Inseln genauer angeschaut haben …

wieder zurück an Land mit den Kayaks im Schlepptau