Neuseelands Süden

Wir hätten auch für die Überfahrt zur Südinsel kein schöneres Wetter haben können. Die Sonne schien und das Meer war ruhig.Lina spielte fast die ganze Zeit in der Spielecke mit anderen Kindern und wir mussten sie immer überreden kurz mit hoch an Deck zu kommen um die Aussicht zu geniessen. Aber sie macht sich leider noch nicht so viel aus Fjorden und wunderschöner Landschaft …

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unsere Fähre fährt in Wellington ein

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Impressionen von unterwegs

Nachdem die Fähre in Picton angelegt hatte sind wir direkt weiter auf dem Queen Charlotte Drive nach Havelock gefahren. Die Strasse windete sich am Abgrund entlang und wir hatten nach jeder Kurve eine schöne Aussicht. Von Havelock sind wir dann weiter nach Nelson wo wir einen ersten Zwischenstopp eingelegt haben. Wir haben die örtliche Kathedrale besucht und dort eine Kerze für Sascha’s Oma und Lina’s Namenspatin Karolina angezündet und sind dann weiter nach Motueka auf den Campingplatz. Dort gab es einen Family Washroom mit einer grossen Badewanne. Also sind Sascha und Lina gleich in die Wanne gestiegen während Bettina das Abendessen gekocht hat.

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Kathedrale von Nelson

Am nächsten Tag sind wir in den Abel Tasman National Park gefahren und haben dort eine Bootstour gemacht. Das Wetter war wieder sehr schön und der Park zeigte sich von seiner besten Seite und wir konnten uns gar nicht entscheiden welcher Sandstrand denn der schönste ist. Wir fuhren u.a. auch an einer Steinformation vorbei die aussah wie ein gespaltener Apfel und sahen unterwegs auch eine Seehunde Kolonie.

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besagter Apfel

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Aussicht vom Boot auf den Nationalpark

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Seehunde

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unser kleines Boot am Strand

Wieder zurück fuhren wir mit unserem Bus weiter nach Westport und sind dort gleich wieder auf den Spielplatz. Leider hatte Lina nur zwei Wörter übrig für den Spielplatz: “alles kaputt.” Und damit traf sie es auf den Punkt. Leider konnte man nichts mehr auf dem Spielplatz benutzen und alles war kaputt. Dann haben Sascha und Lina auf der Wiese zuerst Fangis und dann mit einem Ball und einem Ballon gespielt. Am Abend lernten wir noch ein nettes älteres Pärchen aus Deutschland kennen, welche wir noch öfters in den nächsten Tagen treffen werden.

Am 1. August haben wir wie jeden Morgen erst ausgiebig gefrühstückt und unseren Bus vom Nacht- auf den Fahrmodus umgestellt … Dann ging es los zur Taranga Bay und zum Cape Foulwind. Dort machten wir einen Spaziergang entlang der Küste zum Leuchtturm und weiter zu einer Seehunde Kolonie. Das war nun schon das zweite Mal innerhalb von zwei Tagen dass wir Seehunde in freier Natur gesehen haben.

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Spaziergang am Meer entlang

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Leuchtturm

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kleines Päuschen

Seehunde am Cape Foulwind

Danach fuhren wir weiter zu den Blowholes und den Pancake Rocks. Das sind sehr beeindruckende Felsformationen am Meer.

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Pancake Rocks

Auf der wunderschönen Küstenstrasse ging es danach weiter an der rauen Küste und den Klippen entlang nach Holitika. Dort waren wir wieder auf einem sehr schönen Campingplatz und diesmal liess der Spielplatz nichts zu wünschen übrig. Am Abend sind wir dann noch in das Städtchen gegangen und haben bei Fat Pipi eine leckere Pizza gegessen. Auf dem Rückweg haben wir noch einen kleinen Abstecher zum Glow Worm Dell gemacht, der direkt neben unserem Campingplatz war. Dort konnte man im Dunkeln duzende Glühwürmchen erkennen.

Am nächsten Tag ging es weiter zum Franz Josef Gletscher. Darauf hatte sich besonders Bettina schon seit längerem gefreut, da sie noch nie zuvor einen Gletscher gesehen hatte. Schon die Fahrt weiter in den Süden war sehr schön, da wir den schneebedeckten Bergen immer näher kamen. Und dann waren wir plötzlich mittendrin … Vom Parkplatz aus machten wir uns auf die ca. einstündige Wanderung durch das Flussbett zum Gletscher. Leider war der Gletscher kleiner als erwartet. Wir haben noch einen Park Ranger getroffen, den Sascha gleich ansprach und fragte, ob der Gletscher in den letzten Jahren geschrumpft sei. Der Range meinte, dass alle Gletscher in Neuseeland durch die Erderwärmung um einiges zurückgegangen seien und zeigte uns, wie der Franz Josef Gletscher noch vor fünf Jahren um vieles grösser war und an der Stelle an der wir standen über 100 Meter in die Höhe ragte. Das war besonders erschreckend, da wir noch ca. 500 Meter vom Gletscher entfernt standen …

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Lina und Bettina

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Franz Josef Gletscher

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Blick zurück ins Flussbett

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Sascha und Lina an der Stelle an der vor fünf Jahren noch Gletscher war

Nachdenklich ging es dann wieder zurück zum Bus und weiter nach Fox. Dort ist Lina natürlich erst wieder auf den Spielplatz und danach mit Bettina in den Family Bathroom zum Baden.

Am nächsten Morgen ist Lina auch gleich wieder zum Spielplatz gerannt während Sascha den Bus fit machte und Bettina das Frühstück verräumte. Als Lina’s Spielfreund dann gehen musste kam sie auch wieder zurück zum Bus und wir konnten weiter zum Fox Gletscher fahren.

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Sonnenaufgang früh morgens in Fox

Dort machten wir ebenso eine Wanderung bis zum Terminal Face. Sascha hatte Lina im Koala-Bondolino und sie schlief unterwegs ein und bekam so nichts von dem anstrengenden letzten steilen Anstieg mit … Hier konnte man näher an den Gletscher ran und wir fanden dass der Gletscher etwas imposanter aussah als der Franz Josef am Tag zuvor.

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Lina am Gletscher

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Aussicht auf den Fox Gletscher

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Eis

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Blick zurück ins Tal … man kann den letzten schweren Aufstieg erahnen :)

Als wir wieder am Parkplatz ankamen hat ein Bergsteiger Lina ein Stückchen Eis vom Gletscher geschenkt. Lina hat sich sehr gefreut und gut auf das Eis aufgepasst.

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Lina stolz mit einem Stück Eis vom Gletscher

Dann fuhren wir mit dem Bus weiter nach Haast. Unterwegs wollten wir an einer Pinguin Kolonie einen Zwischenstopp machen, aber leider hat es gerade dort angefangen zu regnen und Lina schlief ein. Daher liessen wir den Stopp aus und sind direkt weiter zum Campingplatz am Haast River. Da es weiter regnete haben wir uns das Haast Museum angeschaut und waren danach noch im Dorf bei einem Imker wo man die Bienen im Nest beobachten konnte.

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am Abend schauten Lina und Bettina noch ein wenig DVD

Am nächsten Tag war das Wetter etwas besser und wir machten uns auf zum Haast Pass, der südlichsten Passstrasse über die Südalpen. Unterwegs haben wir an den Fantail Falls am Haast River Halt gemacht und sind zu den Blue Pools über zwei sehr schöne Hängebrücken gewandert. Am Nachmittag kamen wir in Wanaka an und haben dort einen sehr schönen Campingplatz gefunden.

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Lina und Bettina auf einer der Brücken

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Impression von unterwegs

Am nächsten Tag mussten wir sehr früh aufstehen, da Sascha zusammen mit Lina eigentlich einen Flug zum Milford Sound machen wollte, der dann aber leider kurzfristig wegen Nebel abgesagt worden ist.

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Morgenstimmung am Wanaka Lake

Da dies der südlichste Punkt unserer Reise war ging es ab nun wieder zurück in den Norden … Da wir sehr früh kamen haben wir bei unserem ersten Zwischenstopp auf dem Lindis Pass Summit in einer Höhe von knapp 1.000 m gefrühstückt.

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Aussicht vom Lindis Pass Summit

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Frühstückspause am Wegesrand

Dann ging es weiter zu den Clay Cliffs, wo uns dann der besagte Nebel einen Strich durch die Rechnung machte. Komischerweise war der Nebel nach wenigen Kilometern wieder verflogen, so dass wir weiter die wunderbare Berglandschaft mit den schneebedeckten Bergen geniessen konnten.

Am Lake Pukaki machten wir einen längeren Zwischenstopp und assen zu Mittag. Wir parkten ganz alleine auf einer kleinen Anhöhe und auf einmal verflog der immer wieder aufziehende Nebel und wir hatten einen wunderschönen Blick auf Lake Pukaki und Mount Cook. Lina wollte nach dem Essen noch ein wenig spazieren gehen und wanderte verträumt durch den Nebel über die Wiesen …

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Lake Pukaki mit den Bergen im Hintergrund

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unser Bus

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Lina bei einem verträumten SpaziergangNZ_AUS_2013_1031

Lina im Nebel am Lake Pukaki

Unser nächster Halt war am Lake Tekapo. Dort schauten wir uns die “Church of the Good Shepherd” an. Einer alten Steinkirche aus der Pionierzeit von der aus man einen schönen Blick über den Lake Tekapo und die Berge hat.

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Church of the Good Shepherd

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Lina und Sascha am Lake Tekapo

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Lina vor den Bergen und dem Lake Tekapo

Dann sind wir noch ein kleines Stückchen weiter nach Geraldine wo wir die Nacht auf dem Campingplatz verbrachten.

Am nächsten Tag mussten wir dann leider Goodbye zu den Bergen sagen. Wir nahmen die Inland-Strasse nach Christchurch, so dass wir noch lange etwas von den Berge sahen, aber ab der Hälfte des Weges konnten wir sie dann leider nur noch im Rückspiegel betrachten und sie wurden immer kleiner … Wir wollten noch einmal am Meer übernachten, und so sind wir durch Christchurch durch nach South New Brighton gefahren und haben dort einen netten Campingplatz am Meer gefunden. Lina wollte natürlich zuerst wieder auf den Spielplatz, aber danach sind wir alle zusammen nochmal an den Strand.

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Weg zum Strand

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menschenleerer schöner Strand in South New Brighton

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Lina und Bettina auf dem Rückweg zum Campingplatz

Am letzten Tag sind wir dann nach Christchurch gefahren um uns die Stadt anzuschauen. Der Anblick war etwas verwirrend, da die ganze Stadt total platt und kaputt war. Man konnte die Folgen des starken Erdbebens von 2011 noch immer sehr deutlich sehen. Es waren auch noch immer sehr viele Strassen und Brücken gesperrt und an jeder zweiten Ecke war eine Baustelle. Als erstes haben wir die City Mall in der Cashel Street angesteuert. Dort haben einige Geschäfte nach dem Erdbeben provisorisch aus Schiffscontainer eine Behelfs-Einkaufsstrasse gebaut, die noch immer steht und sehr nett gemacht ist.

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Impressionen Cashel Street / City Mall

Dort haben wir eine Kleinigkeit gegessen und sind dann weiter zum International Antarctic Center. Von dort aus starten u.a. die neuseeländischen und amerikanischen Antarktisexpeditionen … Das Center war sehr nett gemacht und es gab vieles interessantes zu bestaunen. Lina gefielen vor allem die Zwergpinguine und die Eiskammer. In der Eiskammer sind zwischen -5 und -18 Grad Celsius. In der Kammer wird einmal pro Stunde ein antarktischer Sturm mit Temperaturen bis zu -35 Grad simuliert. Das hat sich dann aber nur Sascha angetan … Am Ende haben wir für Lina im Souvenirshop noch ein nettes Buch gekauft.

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Lina warm verpackt bei -8 Grad

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Sascha und Lina vor einem alten Expeditionszelt

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Lina trägt stolz ihr Buch

Nach dieser Erfahrung sind wir dann auf den letzten Campingplatz unserer Reise gefahren, den Top 10 Platz in Christchurch, und dies war leider mit grossem Abstand der teuerste, aber auch der komischste. Alle anderen Plätze waren schön gelegen mit Blick auf die Berge, das Meer oder im Wald, dieser war mitten in der Stadt und sehr eng angeordnet. Lina fand es nicht so schlimm, denn der Spielplatz war super :)

Während Bettina und Lina spielen waren hat Sascha angefangen unsere Sachen zusammenzuräumen. Als Sascha alle Klamotten wieder in unseren Koffern verstaut hatte ging leider der Kofferaum des Busses nicht mehr auf. Sascha hat alles versucht, aber leider vergebens. So mussten wir die Koffer im Businneren lagern, was auch nicht weiter schlimm war.

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Sascha und Lina checken nochmals genau, wann der Flieger am nächsten Tag geht

Am 8. August mussten wir uns leider schon wieder von Neuseeland verabschieden. Wir haben am Morgen noch den Rest zusammengepackt, die Toilette und das Grey Water geleert, den Wassertank frisch aufgefüllt und den Bus grob durchgeputzt. Dann sind wir los zu einer Tankstelle, haben ein letztes Mal vollgetankt und die Gasflasche ausgewechselt. Nach ziemlich genau 3.700 km kamen wir dann an der Wilderness Base in Christchurch an, wo wir unseren Bus zurückgeben mussten. Das Team hat uns dann geholfen den Kofferaum wieder zu öffnen. Lina’s Kinderwagen hatte sich unglücklich darin verhackt. Da wir die letzten Tage ein paar kleinere Probleme mit dem Auto hatten haben wir die Diesel Tax in Höhe von 230 Dollar freundlicherweise erlassen bekommen.

Eine Mitarbeiterin brachte uns dann auf den nahe gelegenen Flughafen und um 16 Uhr ging es weiter nach Melbourne …

Im Flieger wurden wir ein wenig wehleidig, da uns die Zeit in Neuseeland sehr gut gefallen hat und wir das Land gerne noch ein paar weitere Wochen erkundet hätten. Aber das wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir in Neuseeland waren …

-> weiter nach Melbourne, Australien

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