Auckland und die Nordinsel

Nach 3.5 Stunden Flug kamen wir dann in Auckland an und mussten mit unserem Hab und Gut durch die Zollkontrolle. Dort wurden vor allem Bettina’s Wanderschuhe gründlich inspiziert, aber wir bekamen schliesslich das ok und durften einreisen.

Vor dem Flughafen wartete schon unser Shuttle welches uns in unser Hotel an der Queen Street brachte. Lina hat im Bus gleich neue Freundschaften geschlossen und hat sich zu einem jungen Pärchen vor uns gesetzt und mit ihnen zusammen Fotos auf dem iPhone angeschaut :)

Wir hatten uns in Auckland wieder ein nettes Apartment gemietet und dieses mal hatten wir ein schönes grosses Wohnzimmer, eine Küche und sogar zwei Schlafzimmer. Als erstes haben wir unsere Wäsche in die Waschmaschine gesteckt und uns dann bei einem abendlichen Spaziergang die Gegend erkundet. Auch Auckland hat uns von Anfang an sehr gut gefallen und wir freuten uns schon jetzt auf die nächsten Tage. Nachdem Bettina und Lina im Bett waren ist Sascha dann nochmal kurz los zu einem Supermarkt und hat ein paar Kleinigkeiten für das Frühstück eingekauft.

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Lina hat sich beim Auspacken gleich Sascha’s Mütze geschnappt

Am 12. Juli sind wir alle ein wenig fröstelig aufgewacht. Man hat gemerkt, dass Auckland doch nochmal ein Stück südlicher liegt als Sydney. Aber genau das wollten wir ja. Wir haben uns ja auf den Winter gefreut und sind u.a. auch deswegen nach Neuseeland gekommen. Nach dem Frühstück machten wir uns dann gleich auf in die Queen Street um ein paar Sachen einzukaufen. Wir suchten nach einem Kinderschlafsack in drei verschiedenen Outdoor Läden, konnten aber leider keinen finden. Dafür kauften wir für Lina aber eine Regenjacke sowie lange Unterhosen und Unterhemden. In einem vierten Geschäft fanden wir dann eine Winterjacke und einen warmen Schlafanzug als Schlafsack-Ersatz. Sascha kaufte sich noch eine SIM Karte mit einem Datentarif, so dass wir die nächsten Wochen mit unseren iPads online gehen konnten.

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Impressionen von Auckland

Wir haben uns danach noch den Hafen angeschaut und ein ganz nettes altes Paar getroffen mit denen wir uns lange unterhalten haben. Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück ins Hotel und haben ein wenig gespielt. Unser Apartment hatte einen grossen Balkon mit einer Tür im Wohnzimmer und einer Tür in einem Schlafzimmer. Lina fand es ganz toll dort im Kreis zu laufen und Fangis zu spielen. Beim herumalbern hat sich Sascha dann gleich mal den Fuss verknickt … Lina und Bettina sind am Abend nochmals los in die Stadt um in der Apotheke eine Salbe für Sascha zu holen.

Darum haben wir am nächsten Tag locker gemacht, da Sascha den Fuss kaum belasten konnte. Da wir aber nicht den ganzen Tag im Hotel sitzen wollten sind wir schliesslich mit dem Bus in die Stadt gefahren. Auch dort ist uns wieder aufgefallen, wie freundlich die Menschen hier sind. Jeder der den Bus an einer Haltestelle verlies hat sich beim Fahrer bedankt und ihm noch einen schönen Tag gewünscht. Lina macht das Bus fahren sehr viel Spass. Daher haben wir später den Bus auch wieder zurück zum Hotel genommen. Im Hotel wollte Lina dann plötzlich duschen, was sie noch nie gemacht hatte. Normalerweise badet Lina immer. Also hat Sascha Lina geschnappt und die beiden sind unter die Dusche. Lina hat sich alleine eingeseift und wir haben dann gemeinsam noch die Haare gewaschen …

An unserem letzten Tag in Auckland war Saschas Fuss schon wieder viel besser und wir sind am Vormittag ins Kelly Tarlton’s Sea Life Center. Zu Lina’s grosser Freude sind wir vom Hafen aus mit einem Shuttle Bus an die Okahu Bay gefahren, und der Bus hatte sogar einen Hai auf dem Dach :)

Lina gefielen vor allem die Pinguine, aber natürlich auch alle anderen Fische. Jedes Mal wenn Lina einen Pinguin gesehen hat ist sie ganz schnell zu Bettina gerannt und hat ihre Hand genommen und sie mit den Worten “Mama Pinguin” ganz schnell zu den Pinguinen gebracht, da Pinguine Bettina’s Lieblingstiere sind. Das gleich war dann bei den Schildkröten mit Sascha … Lina’s Lieblingstier ist ein Elefant, aber davon gab es im Sea Life Center leider keine.

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Lina und Bettina mit den Pinguinen

Ganz stolz war Lina, als sie einen Seestern auf ihrer Hand halten durfte. Sie hat den Stern ganz vorsichtig gehalten und aufgepasst, dass ihre Hand nicht allzusehr aus dem Wasser kommt, da der Seestern natürlich im Wasser bleiben muss.

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Sascha und Lina machen Quatsch

Danach sind wir nochmals in die Stadt und haben dort zu Mittag gegessen und mussten dann leider schon langsam wieder zurück um unsere Koffer zu packen. Auckland ist eine wirklich schöne Stadt und wir hatten auch wieder Glück und die Sonne schien jeden Tag. Nur einmal hatten wir für ein paar Stündchen Regen. Auf der anderen Seite haben wir uns aber natürlich schon sehr auf die kommenden Wochen in unserem Camper gefreut.

Am 15. Juli ging es nach dem Frühstück mit einem Taxi zur Wilderness Base. Dort hatten wir uns einen Base Jumper 4 – einen umgebauten VW Crafter – angemietet. Als erstes bekamen wir eine Einführung und uns wurde erklärt wie man die Toilette entleert, wo das Gray Water entleert wird, wie man den Frischwassertank auffüllt, wie lange wir ohne Strom autark sein können und wo man den Strom anschliesst usw. Danach mussten wir noch den Papierkram erledigen und dann ging es gleich los zu einem Pak n Save, einer Mischung aus Supermarkt und Grosshandel. Dort haben wir uns dann für die nächsten Wochen mit Wasser, Getränken und Essen eingedeckt.

Mit vollem Kofferraum ging es dann weiter durch Auckland in Richtung Norden. Für unsere erste Nacht haben wir uns einen Campingplatz in Orewa ausgesucht, knapp zwei Stunden nördlich von Auckland. Der Campingplatz war wunderschön und lag direkt am Meer. Und da in Neuseeland ja Winter war waren auch kaum andere Gäste auf dem Platz und wir konnten uns einen Platz direkt am Strand aussuchen. Während Sascha unsere Koffer umpackte, die Klamotten in die Schränke einräumte und die Konserven richtig verstaute machten Bettina und Lina einen kleinen Spaziergang zum Meer. Der Camper war schön geräumig und wir hatten genügend Platz für unsere Sachen.

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Campingplatz mit Aussicht auf das Meer

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Lina mit ihrer neuen Winterjacke am Strand

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unser zu Hause für die nächsten Wochen

Danach wechselten wir ab und Bettina kochte unser Abendessen. Lina war noch immer total fasziniert, dass wir nun unseren eigenen Bus hatten, und sie konnte es später kaum glauben, dass wir auch noch im Bus übernachten … Sie hat den ganzen Abend von nichts anderem mehr erzählt. Leider ist Lina dann total überschwänglich über eine Stufe im Bus gefallen und hat sich an dem Kühlschrank angeschlagen. Das gab einen riesigen blauen Fleck auf der Backe. Aber als wir dann erzählt haben, dass wir jetzt die Essecke und das Sofa in ein Bett umbauen müssen und sie den Tisch verstauen darf war sie sofort wieder gut gelaunt und mit dabei …

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Lina mit ihrem Buch im Camper

Überraschenderweise haben wir alle die Nacht durchgeschlafen und sind morgens kuschelig warm aufgewacht. Nachdem wir das Bett wieder abgebaut hatten haben wir erstmal gefrühstückt und sind dann nochmals zusammen ans Meer.

Dann fuhren wir weiter nach Mangawhai an einen wunderbaren Strand. Dort haben wir einen Spaziergang entlang der Klippen gemacht und Lina ist fleissig geklettert.

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Strand in Mangawhai

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beim vespern (Käsebrot mit Spiegelei)

Danach fuhren wir an der Küste entlang weiter nach Whangarei zum Top 10 Holiday Park. Der Campingplatz war auch wieder fast leer und so hatte Lina den Spielplatz für sich alleine. Dies nutzte sie auch aus und spielte für zwei Stunden auf dem Trampolin, schaukelte, rutschte oder kletterte. Danach machten wir uns im Bus noch Pizza und fielen müde ins Bett.

Auch diese Nacht war recht angenehm und wir starteten den nächsten Tag mit einer Fahrt zu den um die Ecke liegenden Whangarei Falls. Dort sind wir den Rundweg um die Wasserfälle abgelaufen. Der Wasserfall ist knapp über 20 Meter hoch.

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Whangarei Falls

Unser nächster Zwischenstopp war in Kawakawa, dort wollte Bettina sich die Hundertwasser Toiletten anschauen. Die Toiletten sind im üblichen Hundertwasser-Stil mit viel Mosaik, Keramik und Glas. Es ist schon etwas komisch, eine Toilette als Touristenziel anzufahren :) In Kawakawa haben wir einen Deutschen getroffen, der ein Work and Travel Jahr in Neuseeland macht und er hat uns noch ein paar gute Tipps gegeben.

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Hundertwasser Toiletten in Kawakawa

Nach dem Mittagessen sind wir dann weiter zur Bay of Islands nach Paihia gefahren. Dort haben wir uns bei der Touristeninformation Tickets für eine Bootstour am nächsten Tag geholt und sind dann zu unserem Campingplatz an den Harura Falls gefahren. Wir konnten uns wieder einen Platz aussuchen und haben uns direkt ans Wasser vor die Fälle gestellt. So hatten wir beim Abendessen eine schöne Aussicht. Lina’s Highlight auf dem Platz war jedoch Olli. Olli war der kleine Hund der Campingplatz-Besitzerin. Lina wollte gar nicht von dem Hund ablassen und hat die ganze Zeit nur ganz verliebt nach ihrem “Olli” gerufen. Auch die Gute Nacht Geschichte an diesem Abend musste eine Geschichte über Olli sein, und wir haben ihr erzählt, dass wir am nächsten Tag eine Bootstour machen würden.

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Bettina und Lina am Wasser vor den Fällen

Als Lina am nächsten Morgen aufwachte wollte sich gleich aus dem Bett um sich anzuziehen. Sie konnte es nicht abwarten auf das Boot zu gehen und Fischi zu sehen. Also sind wir auch gleich los und bestiegen um kurz vor 9 Uhr das Boot für unseren Halbtagestrip in der Bay of Islands. Leider war dies der erste Tag auf unserer Reise an dem das Wetter nicht ganz so mitspielte; es war sehr bewölkt, hat aber nicht geregnet.

Nach einer halben Stunde Fahrt waren wir schon inmitten einer riesigen Schule von Grossen Tümmlern. Lina war aus dem Häuschen … Kurz darauf sahen wir noch den Gemeinen Delfin bevor wir weiter durch die sehr schöne Bucht zum Hole in the Rock fuhren. Dort treffen die Bucht und der Ozean aufeinander und durch die vielen Mineralien und Nährstoffe ist dort das Meer richtig kräftig blau gefärbt. Da die See ruhig war sind wir mit unserem Boot durch das Loch im Felsen gefahren.

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Delfine

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Hole in the Rock

Auf dem Rückweg haben wir eine kleine Pause auf der Insel Urupukapuka eingelegt. Wir machten einen Spaziergang vorbei an Schafen zu einem schönen Aussichtspunkt.

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Aussicht auf Urupukapuka Island

Schliesslich ging es dann mit der Boot weiter nach Russell. Dort sind wir ausgestiegen und haben uns die nette kleine Hafenstadt angeschaut. Wir assen in einem urigen Café zu Mittag und nahmen dann die Fähre zurück nach Paihia und sind dann mit unserem Bus weiter nach Kerikeri gefahren. Dort haben wir uns die Rainbow Falls angeschaut und haben bei einem historischen Anwesen Halt gemacht. Das Anwesen war eine schöne alte Farm die sehr idyllisch umringt von Apfelbäumen an einem kleinen Fluss lag.

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Farn an einem der Apfelbäume

Leider hatten wir nicht allzuviel Zeit, da wir noch weiter nach Aroha Island fahren wollten um dort die Nacht zu verbringen. Als wir dort ankamen konnten wir noch einen kurzen Spaziergang um die schöne Insel machen bevor es dunkel wurde …

Wir hatten dann Tag über so viel gesehen und so viel unternommen, dass wir total vergessen hatten, dass dies unser fünfter Hochzeitstag war :)

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Strand auf Aroha Island

Der Campingplatz auf Aroha Island war auch wieder sehr schön und wir konnten Nachts sogar ein paar Kiwis hören. Wir haben am morgen ausgiebig gefrühstückt und sind danach weiter zur Matauri Bay gefahren. Dort sind wir am Strand entlang gelaufen und haben die Aussicht auf das Meer genossen.

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Lina am Strand

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Matauri Bay

Über die Million Dollar Road mit gigantischen Ausblicken sind wir dann weiter in Richtung Westen zum Karikari Beach. Dort haben wir unseren Bus an einen schönen Aussichtspunkt gestellt und zu Mittag gegessen. Dann ging es weiter zu den Houhora Heads zum Wagener Holiday Park. Lina wollte als erstes wieder auf den Spielplatz und Bettina kochte für uns Abendessen.

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Aussicht beim Mittagessen

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unterwegs an Kühen vorbei …

Am folgenden Tag sind wir früh aufgestanden, da wir eine längere Fahrt vor uns hatten. Doch bevor es los ging hat Sascha noch unseren Wassertank aufgefüllt und das Grey Water und den Toilettentank entleert. Die Houhora Heads waren unser nördlichstes Ziel in Neuseeland und von dort aus ging es nun wieder zurück in den Süden, dieses Mal aber die Westküste entlang. Auf dem Weg kamen wir an einer grossen Sanddüne vorbei, welche uns gleich an Abu Dhabi erinnert hat …

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grosse Sanddüne

Da wir an diesem Tag viel im Bus sitzen mussten hat Sascha unterwegs nochmals auf die Karte geschaut und eine Abkürzung gefunden. Anstatt um eine Meeresbucht herum zu fahren konnte man in Rawene eine Fähre über die Bucht nehmen. Leider mussten in Rawene feststellen, dass die Fähre gerade gewartet wurde und erst am 22. Juli (also in zwei Tagen) wieder in Betrieb genommen würde … Nichtsdestotrotz kamen wir schliesslich im Waipoua Forest an. Unser erstes Ziel war der Tane Mahuta, auch bekannt als der “Lord of the Forest.” Der Tane Mahuta ist der grösste lebende Kauri Baum in Neuseeland. Unweit davon stehen noch die “Four Sisters”, vier Kauri Bäume, die vier Bäume sind am Boden zusammengewachsen.

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Lina vor dem Tane Mahuta

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Wald sind wir noch ein Stückchen weiter zum Kauri Park gefahren wo wir die Nacht verbrachten. Der Campingplatz war schön abgelegen und ruhig und wie immer war sehr wenig los. Nach der üblichen Routine (Spielplatz, Lina hilft den Tisch fürs Essen aufstellen, Abendessen, Lina baut den Tisch wieder ab) sind wir dann noch im Dunkeln mit Taschenlampen bewaffnet zu einem Bach gegangen um dort mit Brot Aale zu füttern. Lina hat sich wieder total gefreut, da sie seit wir auf den Seychellen Fische gefüttert haben immer wieder gefragt hat, wann wir wieder mal “Fischi Brot” geben.

Leider stand am nächsten Tag wieder eine sehr lange Strecke vor uns. Da es in Neuseeland so schön war haben wir uns etwas mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit verschätzt. Die ersten Tage sind wir an jeder Ecke stehen geblieben um die Aussicht zu geniessen oder einen Spaziergang zu machen. Wir hatten ursprünglich drei Tage für den Norden eingeplant und wollten natürlich auch noch genügend Zeit für den Rest der Insel haben. Darum haben wir uns entschlossen einen Tag ein grosses Stück direkt in die Coromandel zu fahren. Die Fahrt brachte uns wieder vorbei an Auckland. Angekommen in der Coromandel fuhren wir auf einer herrlichen Küstenstrasse mit gigantischen Ausblicken zum Coromandel Town Long Beach.

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Aussicht unterwegs

Und wie sollte es anders sein war auch der Campingplatz wieder wunderschön direkt am Meer in einer Bucht und wir konnten uns wie immer direkt in die erste Reihe stellen. Nach einem üppigen Abendessen sind wir dann alle im Dunkeln nochmals raus und haben einen “Nachtspaziergang” gemacht. Lina mag es zur Zeit im dunkeln nochmals spazieren zu gehen.

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unser Platz für die Nacht

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Lina ist gleich zum Spielplatz losgerannt (links oben)

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Abendstimmung

Am darauf folgenden Tag sind wir über die besagten Küstenstrassen weiter an den östlichen Zipfel der Coromandel und haben uns dort die Cathedral Cove angeschaut. Die Cathedral Cove und der Strand dort gelten als der schönste Strand in Neuseeland. Einige Filme (z.b. The Cronicles of Narnia) wurden teilweise dort gedreht und Air Newzealand nutzt diesen Strand für Werbezwecke … Lina war an dem Tag besonders gut drauf und wollte unbedingt den 40-minütigen Weg runter zum Strand und zur Höhle selbst laufen. Und sie hat es auch fast komplett durchgezogen. Nur am Ende musste ihr Sascha bei den Treppen die Klippen hinab zum Strand helfen. Der Weg hat sich echt gelohnt. Zum Glück hatten wir Ebbe und konnten durch die Höhle hindurch zum nächsten Strand laufen. Auf dem Rückweg machte Lina dann schlapp und war sehr müde, so dass Sascha sie den ganzen Weg tragen musste.

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Aussicht auf die Felsen von oben

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 die Cathedral Cove

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Sascha trug Lina, und Bettina das Baby …

Im Bus machte Lina dann erstmal ein Nickerchen auf dem Weg zum Hot Water Beach. Dort sind am Strand heisse Quellen und man kann sich ein Loch im Sand graben und sich in heisses Wasser setzen. Wir sind jedoch weiter zum Athenree Hot Springs Park gefahren. Der Campingplatz hatte auch heisse Quellen, die sich Sascha und Lina natürlich nicht entgehen liessen.

Am 23. Juli hatte Sascha Geburtstag. Bettina hatte am Abend zuvor als Sascha und Lina im Pool waren einen leckeren Schokoladenkuchen gebacken, mit dem Sascha zum Frühstück überrascht wurde. Nach dem leckeren Kuchen sind wir dann alle drei nochmals zusammen in die warmen Pools.

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Lina beim Kuchen essen

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wir drei im heissen Pool

Danach ging es dann weiter in Richtung Hamilton zum Filmset der Lord of the Rings Filme sind. Dort haben wir eine sehr schöne Tour durch das Set gemacht und interessante Dinge zum Bau der Location und zum Dreh erfahren. Lina hat am Ende der Tour von unserem Führer ein Blatt eines nachgebauten Baumes geschenkt bekommen und hat sich sehr darüber gefreut. Am Ende haben wir im Green Dragon noch ein Ginger Beer getrunken.

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Impressionen vom Filmset

Nach der schönen Tour ging es weiter nach Rotorua und da Sascha sich eine Pizza wünschte haben wir in der Pizza Library zwei grosse Pizzen geholt und diese mit auf unseren Campingplatz genommen. Leider war der Campingplatz besser gefüllt als die anderen auf denen wir bisher waren und auch etwas enger und kleiner. Wir haben trotzdem nett zu Abend gegessen und wieder unseren allabendlichen Spaziergang gemacht.

Am nächsten Morgen haben wir uns als erstes direkt im Park neben unserem Campingplatz die Heissen Quellen angeschaut. An manchen Quellen blubberte Matsch und an anderen heisses Wasser.

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heisse Quelle

Von dort aus sind wir dann zum Te Puia gefahren, einem Maori Zentrum/Museum. Der Eintritt war recht teuer, aber es hat sich gelohnt, wir haben von unserem Maori Führer viel über die Geschichte und Tradition der Maori erfahren und viel gelernt. Zudem haben wir einen Kiwi gesehen und auf dem Gelände gibt es auch noch einen Geysir, welchen wir uns natürlich auch noch angeschaut haben. Der Pohutu Geysir bricht etwa 20 Mal am Tag aus und erreicht eine Höhe von 30 Metern.

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Maori “Schreinerei”

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heisse Quellen

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Pohutu Geysir

Am Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Taupo, wo wir zum ersten Mal für zwei Nächte auf dem selben Platz eingecheckt haben. Auch der Holiday Top 10 Camping Platz in Taupo hatte einen warmen Pool, den Sascha und Lina nach dem Abendessen gleich aufsuchten. Leider konnten wir nicht allzulange drin bleiben, da das Wasser dort 40 Grad Celsius hatte und uns doch ein wenig zu heiss war …

Lina freut sich immer noch über den Hund Olli den wir am Anfang auf einem Campingplatz getroffen haben. Wir müssen jeden Abend eine Geschichte über Olli erzählen. Und ihr blauer Fleck an der Backe ist noch immer zu sehen. Mal gespannt, wann dieser endlich weg geht.

In Taupo haben wir dann mal wieder unsere Wäsche gewaschen und die Tanks am Bus entleert, bzw. gefüllt. Nach dem Frühstück sind wir zu den Huka Falls gefahren. Die Huka Falls liegen am Waikato River und ziehen sich über eine Länge von 100 Metern durch eine Basalt-Felsspalte.

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Huka Falls

Danach ging es weiter zu den Craters of the Moon, einem geothermischen Wanderweg durch eine Art Mondlandschaft. Der Rundweg ist sehr nett, wir wurden jedoch in der Mitte des Weges vom Regen überrascht und hatten unsere Regenjacken aber im Bus liegen :)

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Craters of the Moon

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Regenbogen

Der Regen hielt nur sehr kurz an, und wir wurden dann mit einem schönen Regenbogen direkt vor uns entschädigt … Danach ging es weiter zum Aratiatia Damm, wo wir uns die Öffnung des Damms um 14 Uhr angeschaut haben. Wir haben uns auf einer Aussichtsplattform aufgestellt und um Punkt 14 Uhr ging eine Sirene los und die Schleusen wurden geöffnet und das Wasser strömt durch die Felsen in das Flussbett.

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vor und nach der Öffnung des Aratiatia Damms

Nach dem Spektakel sind wir wieder zurück zum Campingplatz und Lina hat sich wieder ausgiebig auf dem Spielplatz ausgetobt. Am Abend haben wir auf dem Campingplatz eine sehr nette Maori Familie getroffen und uns lange mit ihnen über die Geschichte und ihre Kultur unterhalten.

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Lina durfte am Abend mit ihrem Baby noch eine DVD anschauen

Am nächsten Tag ging unsere Reise wieder weiter in Richtung Süden am Lake Taupo vorbei. Kurz nach Turangi konnten wir dann schon die schneebedeckten Berge im Tongariro National Park sehen. Dies war ein perfekter Tag die Strecke zu fahren und in den National Park zu gehen, da wir blauen Himmel und klare Sicht hatten.

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Mount Ngauruhoe, oder besser bekannt als Mt. Doom in Lord of the Rings

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Mount Ngauruhoe aus der Nähe

Wir fuhren hoch in das Skiörtchen Ohakune und von dort weiter zu den Turoa Pisten. Auf knapp 1.700 m Höhe durfte Lina dann zum ersten Mal in ihrem Leben in den Schnee. Sie fand es total Klasse und wollte gar nicht mehr gehen. Lina und Sascha machten eine kleine Schneeballschlacht und bauten einen Mini-Schneemann.

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Lina im Schnee

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Lina und Sascha

Leider mussten wir dann  von den schneebedeckten Bergen wieder hinunter auf den “Desert Highway.” Diesem folgten wir bis zur Küstenstadt Whangarei an der Westküste. Dort gingen wir kurz einkaufen und suchten uns einen netten kleinen Campingplatz. Sascha wollte unbedingt noch zum Black Sand Beach um etwas Sand für seine Sandsammlung zu holen. Auf dem Rückweg haben wir sogar noch einen Spielplatz für Lina gefunden. Am Abend sind wir dann alle erschöpft von der Höhenluft und dem anstrengenden Tag im Schnee ins Bett gefallen.

Da wir die letzten Tage viel unterwegs waren haben wir wieder mal einen lockereren Tag eingelegt an dem Lina viel spielen konnte. So sind wir am Morgen gleich auf den Spielplatz am Meer und dann nur ein kurzes Stückchen nach Paraparaumu gefahren. Dort waren wir auf einem etwas anderen Campingplatz, denn jeder Stellplatz hatte sein eigenes Bad mit Toilette direkt nebenan.

Campingplatz Paraparaumu mit unserem eigenen Bad

Auch dort sind wir mit Lina gleich zum Strand um dort Spazieren zu gehen. Lina hat wieder Hunde gefunden denen sie Muscheln schenken wollte und am Abend sind wir noch auf dem Spielplatz auf dem Campingplatz. Lina schaukelt sehr gerne und will immer dass Sascha sie fest anschuckt.

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Lina wollte es auch mal am Steuer versuchen

Am folgenden Tag fuhren wir dann in die Hauptstadt Neuseelands, nach Wellington. Dort haben wir uns mit einem früheren Arbeitskollegen von Sascha verabredet. Da er an diesem Tag aber noch an der Uni unterrichten mussten haben wir uns einen Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung gesucht und sind dann zur Oriental Bay spaziert und haben dort erstmal ein Eis gegessen.  Um 16 Uhr haben wir uns dann mit Alfio in seiner Wohnung getroffen. Es war sehr schön Alfio wieder zu sehen und es war sehr nett von ihm, uns bei sich einzuladen. Wir haben eine Kleinigkeit zu Abend gegessen und Sascha und Alfio sind am Abend auf Alfio’s Scooter los in die Stadt zum Filmfestival gefahren. Lina war ganz beeindruckt, dass Sascha auf einem Motorrad fahren kann. Sascha und Alfio gingen in die Cuba Street und schauten sich dort im Light House Cinema den Film White Lies an.

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Lina musste natürlich zuerst den Helm testen

Am nächsten Tag erkundeten wir zusammen Wellington und schauten uns u.a. die Cuba Street bei Tag an. Ausserdem hatten wir einen Termin bei einem Frauenarzt bei Fertility Associates um den üblichen Check Up zu machen. Der Arzt machte einen Ultraschall und sagte uns, dass mit dem Baby alles bestens sei und es sich gut entwickelt. In Abu Dhabi gehen wir ja traditionell nach den Terminen beim Frauenarzt immer mexikanisch Essen, in Wellington sind wir zu Abrakadabra Falafel und haben dort sehr lecker zu Mittag gegessen. Danach haben wir noch einen Spaziergang an der Town Hall vorbei zum Te Papa Museum gemacht. Das Te Papa Museum ist das Nationalmuseum Neuseelands. Te Papa heisst übersetzt soviel wie “der Ort der Schätze dieses Landes” und das trifft es auch bestens. Der Eintritt ins das Museum ist kostenlos und auf sechs Stockwerken kann man sehr viel über Neuseeland und die Maori erfahren. Lina gefielen besonders die Kids Activity Ecken auf jedem Stockwerk. Den letzten Tag auf der Nordinsel haben wir dann an der Waterfront ausklingen lassen.

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Aussicht von Alfio’s Wohnung

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Cuba Street

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Lina an der Waterfront

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Abschiedsfoto mit Alfio

Am 30. Juli verabschiedeten wir uns dann morgens von Alfio und machten uns auf dem Weg zum Fährhafen wo wir um 10.25 Uhr die Interislander Ferry in Richtung Südinsel nahmen …

-> weiter auf die Südinsel

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