Paris

Nachdem wir unser Ferienhäuschen wieder besenrein hatten verabschiedeten wir uns vom Luganer See und machten uns auf die Fahrt nach Paris um Louis und Claire zu besuchen.


Diesmal entschieden wir uns nicht durch den Tunnel, sondern über den 2.104 m hohen Gotthardpass zu fahren. Auf dem Scheitelpunkt machten wir eine kurze Pause und Caja sah und fühlte zum ersten Mal in ihrem noch jungen Leben Schnee.

Blick vom Gotthardpass

Schnee im Juli …

Das Ganze war ihr aber nicht ganz geheuer und zudem auch noch zu kalt. Also ging es nach einer kurzen Stärkung weiter über Basel nach Epinoux wo wir im Chateau d’Epinoux einen Zwischenstopp für zwei Tage machten. Wir bezogen unser Appartement Le Magnolien und genossen die Ruhe, den Schlossgarten, frisches Baguette zum Frühstück und den Pool … Ein Leben wie Gott in Frankreich …

Entspannung pur am Schloss in Epinoux

Nach zwei Tagen Erholung ging es dann nach dem morgendlichen Schaukeln im Schlosspark weiter in Richtung Paris wo wir um 16.00 Uhr bei Saschas Tante Claire und ihrem Mann Louis ankamen. Claires und Louis Kinder sind schon gross, aber nichtsdestotrotz haben sie sehr viele Spielsachen für Ihre Enkel, auf die Sich Lina und Caja gleich stürzten. Es war sehr schön die beiden zu sehen und wir haben den ersten Abend lecker gegessen und viel geredet.

Da Louis und Claire sehr zentral in Paris wohnen ist es schwierig (und sehr teuer) das Auto vor der Tür zu parken. Also fuhren wir das Auto zu einer Tiefgarage etwas ausserhalb um es dort für die Woche stehen zu lassen. Auf dem Rückweg machten wir einen Spaziergang zum Parc de la Villette mit einem schönen Spielplatz für Lina. Von dort aus sind wir dann am Kanal entlang zurück “nach Hause” gewandert.

Lina im Parc de la Villette

Bassin de la Villette

Da die drei Mädels Lina, Caja und Bettina zum ersten Mal in Paris waren standen natürlich auch die üblichen Highlights auf dem Programm wie der Invalidendom und das Invalidenmuseum mit dem Grab von Napoleon. Und da wir schon mal in der Ecke waren spazierten wir zum Champ de la Mars und dem Eiffelturm und von dort an der Seine entlang. Da es sich dann mit den Kindern doch etwas zog haben wir unterwegs auf die Metro umgestellt, die uns bis zur Station St Ambroise fast vor die Haustüre brachte.

Hotel des Invalides

der Eiffelturm

Spaziergang am Quai Branly

Die Abende haben wir immer mit Louis und Claire verbracht und lecker gekocht. Selbst Lina eignete sich ein paar Floskeln und Wörter in Französisch an um sich mit Louis zu unterhalten, der kein Deutsch spricht.

Frisch gestärkt ging am nächsten Tag das Touristenprogramm weiter. Wir fuhren mit der Metro zur Champs Elysees und liefen die Prachtstrasse hinauf bis zum Triumphbogen. Von dort aus ging es dann weiter mit der Metro bis Pigalle. Nachdem wir die Stufen zu Sacre Coeur erklommen hatten ruhten wir uns erst einmal aus und genossen die Aussicht. Danach schauten wir uns noch den Montmartre und den Place du Tertre an und liefen am Moulin Rouge wieder zurück in die Stadt zum Place de Clichy. Vom Place de la Nation haben wir dann mit dem Bus den Osten der Stadt erkundigt, und zwar sind wir hinaus zum Parc Floral, einem Teil des Botanischen Gartens im Bois de Vincennes gefahren. Dort konnten Caja und Lina den Rest des Tages ausgiebig spielen. Abends gab es dann lecker Pfannkuchen mit Eis, Käse und Tomatensauce zu essen.

Bettina und Caja am Triumphbogen

Sacre Coeur

Karussell am Montmartre

Am 31. Juli haben wir uns dann nochmals in einen Vorort von Paris aufgemacht, und zwar nach Versailles um uns dort eine der größten Palastanlagen Europas anzuschauen. Dazu müssten wir ein Stückchen mit dem Zug fahren. An einer Station stieg ein Strassenmusiker ein und machte Musik im Abteil, was Lina viel zu laut war und nicht gefiel. Als wir in den nächsten Bahnhof einfuhren tat Sascha so als würde er dem Musiker sagen, dass es zu laut sei und er gehen müsse. Als er dann tatsächlich auch ausstieg war Lina total begeistert, dass sogar der Musiker auf Papa hört :)

Caja und Lina im Zug

Die ehemalige Residenz von König Ludwig XIV ist sehr beeindruckend, und so haben wir den ganzen Tag im Hauptschloss und den Gärten verbracht. Im Schlosspark auf einer Wiese ist Caja dann zum Ersten mal richtig gekrabbelt. Etwas, das nicht viele von sich behaupten können :)

Impressionen Schloss in Versailles

Caja im Schlossgarten

Da Paris so viel schönes bietet war der nächste Tag auch wieder voll mit Programm. Erstaunlicherweise zogen Lina und Caja total gut mit. Los ging es mit dem Place de la Republique, einem der größten und bedeutendsten Plätze der französischen Hauptstadt. Von dort aus gingen wir dann vorbei am Centre Pompidou mit seiner auffälligen Architektur zu Les Halles wo sich jedoch leider nur eine grosse Baustelle befand. In der Nähe des Rathauses machten wir kurz Rast und schauten einigen Skateboardern zu die an ihren Tricks feilten. Gesättigt ging es dann weiter zur Notre Dame auf der Seineinsel Île de la Cité. Wie schon davor in Sacre Coeur zündeten wir eine Kerze für unsere Grosseltern an und bewunderten dann die schöne Architektur, besonders die riesige Rosette welche mit 12 m Durchmesser zu einer der größten Europas zählt. Weiter ging es dann zum Louvre und dem Grand Palais. Und nach dem offiziellen Programm besuchten wir dann den Jardin du Tuileries wo Lina und Caja ihren Mittagsschlaf machten und sich dann auf dem Spielplatz austoben konnten.

Notre Dame

Louvre

Blick über Seine auf den Eiffelturm

das Metro fahren machte Lina besonders Spass

Leider ging auch unsere Zeit in Paris schon wieder schneller dem Ende zu als gedacht. Am letzten Tag sind wir zum Tour Montparnasse gefahren um uns von dort aus 200m die über Paris zu blicken. Wir sind in Paris so viel gelaufen wie schon lange nicht mehr. Die Stadt ist so schön und man kann an jeder Ecke etwas anderes erblicken. Und falls die Wege doch zu lange waren, dann hüpften wir einfach in die Metro und fuhren ein paar Stationen weiter. Zum Jardin du Luxembourg sind wir jedoch komplett gelaufen. Dort machten wir eine kleine Rast am Spielplatz und assen ein Vesper. Zurück zu Claire und Louis in der Rue Aumont spazierten wir noch durch St German de Pres und kauften uns ein wenig Käse, Baguette und ein paar Leckereien für die Rückfahrt am nächsten Tag ein.

Aussicht vom Tour Montparnasse

Lina und Sascha mit dem Eiffelturm im Hintergrund

Jardin du Luxembourg

Caja übt fleißig weiter

Abends nach dem Abendessen ging Sascha mit Claire nochmals kurz los um in einer Apotheke in der Nähe nach Aptamil zu suchen. Auf dem Rückweg zog ein Gewitter auf und die beiden kamen noch leicht in den Regen. Vom Küchenfenster aus schauten wir dann noch ein wenig dem Regen und dem Gewitter zu, bevor wir dann alle insBett gingen um am nächsten Tag fit zu sein.

Gleich am frühen morgen nach dem packen gingen Sascha und Lina los um das Auto aus der Garage abzuholen. Lina fand es total toll zusammen mit Sascha in der Metro zu fahren und war sehr stolz dass sie mit durfte um das Auto zu holen. Wir fanden glücklicherweise direkt vom dem Hauseingang einen Parkplatz wo wir dann kurz parkten um das Auto zu beladen. Nach dem Mittagessen ging es dann rechtzeitig zum Mittagsschlaf wieder los in Richtung Bodensee. Wir machten einen kurzen Stopp in Verdun um uns dort die Denkmäler welche an die Schlacht um Verdun von 1916 erinnern anzuschauen. Durch den Schwarzwald ging es dann immer weiter in Richtung Konstanz, wo wir schliesslich kurz vor Mitternacht ankamen.

Verdun

Die nächsten Tage machten wir dann erst einmal locker und trafen uns z.B. mit Arlette und Tim auf dem Spielplatz oder machten Spaziergänge mit Bettini und ihren Hunden. Am 5. August winkte Caja zum ersten Mal, als wir uns von Arlette und Tim auf dem Spielplatz verabschiedeten … Zudem besuchten wir Simone und Mäcki, Oma Bärbel und zum Abschluss waren wir noch zum Essen bei Saschas Patentante Rosi und Karl eingeladen. Auch Katharina, Sabrina, Michael und Steffi mit Sophie kamen, was uns sehr freute. Nach dem Essen ging es mit allen zusammen auf den Spielplatz. Caja machte in den letzten Tagen einige Fortschritte. Jetzt fängt sie an zu stehen und sich selbst hochzuziehen. An dem Abend übernachteten wir dann in Radolfzell bei Saschas Eltern, da in Konstanz das Seenachtsfest stattfand und wir nicht in den riesigen Stau kommen wollten.

auf einem der vielen Spielplätze in Konstanz

Am folgenden Tag ging unsere Reise dann schon wieder weiter in den Bregenzerwald …