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Luganer See

Nachdem Lina aus dem Krankenhaus in Konstanz entlassen wurde packten wir noch schnell unsere sieben Sachen und machten uns auf den weg in den Süden an den Luganer See.

Unterwegs fing es immer heftiger an zu regnen. Nach ca. zwei Stunden machten wir eine kleine Pause um zu Tanken und die Füße zu vertreten. Nach dem Stopp ging es weiter zum Gotthard Tunnel. Leider war am Tunnel ein sehr langer Stau. Wir waren also nicht die einzigen, die die Sommerferien südlich der Alpen verbringen wollten. Zum Glück regnete es aber, so dass es im Auto schön angenehm und nicht zu heiss war. Als wir dann endlich wieder aus dem Tunnel raus waren strahlte uns die Sonne entgegen und es hatte plötzlich 30 Grad.

Gegen 17 Uhr abends kamen wir dann endlich an unserem Ferienhäuschen in Morcote an. Das Haus ist sehr schön und liegt direkt am See. Von den Zimmern und von der Terrasse/Garten hat man einen wunderschönen Blick auf das italienische Ufer am Luganer See. Sascha schleppte schnell die Koffer und unser Proviant die Treppen ins Haus und danach assen wir noch zu Abend und fielen dann alle müde ins Bett.

Am nächsten Morgen gingen wir gleich nach dem Frühstück los um das malerische Dörfchen Morcote zu erkunden. Das kleine Dorf liegt direkt am See und ist in den Monte Arbòstora hineingebaut. Kein Wunder also, dass der Ursprung des Namens Morcote “am Ende des Berges” bedeutet.

Lina und Caja beschlagnahmten gleich den Garten

Blick vom Haus auf den See

Als erstes besuchten wir im benachbarten Caslano das Alprose Schokoladen-Museum. In dem Museum werden Herkunft, Produktion und Geschichte der Schokolade aufgezeigt, und man kann zudem auch gleich vor Ort die Schokolade probieren und natürlich kaufen.

Lina vor der Alprose Kuh

Auf dem Rückweg stoppten wir in Vico Morcote und genossen die schöne Aussicht und schauten uns die Santi Fedele und Simone Kirche an. Wie immer zündeten wir mit Lina dort auch eine Kerze für Oma Karoline an.

Kirche in Vico Morcote

Es ist schon komisch, dass der Luganer See nur ein paar Fahrstunden vom Bodensee entfernt ist, wir aber bisher noch nie in der Region waren. Die Mischung aus Bergen und Wasser gefiel uns sehr gut. Auch die kleine Ortschaft Carona zwischen dem Monte San Salvatore und dem Monte Arbostora, die wir am folgenden Tag besuchten war wieder sehr schön. Wir schauten uns erst das malerische und historische Dorf an, bevor wir dann in den Botanischen Garten von San Grato gingen. Besonders schön ist dort die einmalige Aussicht auf den Luganer See und die umliegenden Berge. Nach dem Mittagessen in San Grato fuhren wir dann noch nach Lugano um beim Aldi unsere Vorräte aufzustocken …

San Grato Garten

Lina findet langsam Gefalen am Wandern

Cajas Highlights sind die Spielplätze

Der folgende Tag hatte es wieder in sich. Wir machten uns gleich am Morgen auf zum Monte San Salvatore, einem 912 m hohem Aussichtsberg am Ufer des Luganer Sees. Nach der Fahrt mit der Standseilbahn und einem kurzen Fussweg waren wir dann schliesslich auf dem Gipfel. Von dort aus hat man ein 360° Panorama über Lugano, den Luganer See, die Poebene und die Bergketten der Schweizer und Savoyer Alpen.

Aussicht vom Monte San Salvatore

Quatschkopf Lina

und Princess Caja, die noch überall hinaufgetragen wird :)

Da sich Caja immer wärmer anfühlte und sehr weinerlich wurde entschlossen wir uns mit ihr beim Kinderarzt in Lugano vorbeizuschauen. Und tatsächlich, Caja hatte eine Mitterohrentzündung und bekam Antibiotika, Schmerzmittel und Nasenspray vom Arzt verschrieben. Nach dem Arztbesuch machten wir uns auf den Rückweg nach Morcote so dass sich Caja ausruhen konnte. Als dann Lina und Caja noch etwas im Garten planschten und spielten trat Lina auf eine Biene im Gras. Bettina zog den Stachel aus dem Fuss und Lina war ganz tapfer. Am Abend kamen uns dann noch Melanie und Stefan besuchen, die gerade auf dem Rückweg von ihrem Urlaub bei uns vorbei kamen.

die Ruhe vor dem Sturm

Am nächsten Tag frühstückten wir alle zusammen, und dann machten wir uns auf zum Comer See, welcher sich etwas östlich vom Luganer See befindet. Dort machte nämlich gerade Saschas alter Freund Matti mit seiner Frau Eva und den Kids Urlaub. Die Fahrt am Ufer der Seen entlang war sehr schön und das Wiedersehen noch schöner. Evas Familie hat ein sehr schönes Ferienhaus am Comer See und wir verbrachten den ganzen Tag im Garten und am See und quatschten und assen. Leider ging der Tag viel zu schnell zu Ende …

vor lauter Quatschen gibt es nur ein Foto vom Comer See …

Da Caja noch leicht angeschlagen war machten wir am folgenden Tag ein kleines Päuschen. Die Nachuntersuchung beim Arzt war gut und das Antibiotika schlug erfolgreich an. Wir spielten viel im Garten und machten noch einen kleinen Spaziergang durch Morcote und assen ein leckeres Eis an der Promenade.

Impressionen aus Morcote

Für unseren sechsten Hochzeitstag am 18. Juli haben wir uns dann wieder etwas schönes überlegt, und zwar fuhren wir nach dem Frühstück zum Monte Bre. Der Monte Bre ist ein ca. 900 m hoher Berg von dem aus man einen schönen Blick auf die Bucht von Lugano und die Walliser und Berner Alpen hat. Lina findet langsam Gefallen an unseren Wanderungen und es macht ihr sehr viel Spass in die Berge zu gehen. Den Abend haben wir dann in einem vegetarisch/veganen Restaurant auf einer Terrasse über dem See in Morcote ausklingen lassen.

Aussicht vom Monte Bre

Dafür ging es am folgenden Tag früh aus den Betten, da ein Tagesausflug nach Mailand auf dem Programm stand. Wir fuhren mit dem Auto zu einem grossen Parkplatz in Lampugnano ausserhalb Mailands und fuhren von dort aus mit der Metro weiter in die Stadt. Wir wollten uns den Verkehr und die Parkplatzsuche in Mailand nicht antun. Die Metro führte uns auch direkt zum Duomo di Santa Maria Nascente, dem Mailänder Dom. Die Kathedrale ist eines der berühmtesten Bauwerke Italiens und Europas und nach dem Petersdom und der Kathedrale in Sevilla die drittgrösste Kirche der Welt. Der Bau des Doms startete im 14. Jahrhundert und besonders sehenswert sind die Glasfenster sowie der ungewöhnliche helle Marmor und hunderte von Statuen.

der Mailänder Dom

die berühmten Fenster

Vom Dom aus spazierten wir über den Piazza del Duomo und einige malerische Gassen zu einem der bekanntesten und bedeutendsten Opernhäuser der Welt, dem Teatro alla Scala. Besonders sehenswert fanden wir das Castello Sforzesco, einem Kastell aus dem 15. Jahrhundert mit sehr schönen Parkanlagen und dem archäologischen Museum. Nach dem Museum machten wir im Park ein Picknick und Caja erholte sich bei ihrem Mittagsschlaf. 

auf dem Weg zum Kastell

Castello Sforzesco

Schliesslich durfte zum Abschluss dieses schönen Tages ein italienisches Eis am Piazza del Duomo nicht fehlen. Leider mussten wir am späten Nachmittag schon wieder aufbrechen um nicht allzuspät wieder in Morcote anzukommen.

Das Kontrastprogramm zum historischen und geschichtsträchtigen Milan gab es am nächsten Tag, und zwar einem Ausflug zum Fabrikverkauf im Foxtown Outlet. Aber wir mussten mit zwei Autos fahren, denn an dem Tag kamen uns Susi und Flamur besuchen und schlossen sich uns natürlich gleich an. Leider (oder zum Glück) sprang im Outlet nicht allzuviel für uns ab, ausser einer neuen The Northface Duffle Bag …

Auch das regnerische Wetter hielt uns nicht davon ab die Gegend zu erkunden. So fuhren wir mit Susi und Flamur nach Lugano um uns die Stadt anzuschauen. Los ging es am Piazza della Riforma, dem Hauptplatz Luganos, mit seinen vielen gemütlichen Bistros und Cafes. Von dort aus ging es zu Fuss weiter zur Chiesa di Santa Maria degli Angeli einer alten kleinen Kirche mit einem sehr schönen Renaissancewandbild. Da der Regen aber immer heftiger wurde entschlossen wir uns doch wieder zurück zum Haus zu fahren und dort den Nachmittag zu verbringen.

alte Kirche in Lugano

Wandbild

Dafür machten wir uns am kommenden Tag wieder frisch auf den Weg nach Bellinzona. Die Stadt ist bekannt für ihre Wehranlage mit den drei Burgen Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasse Corbaro, welche seit einigen Jahren zum Welterbe der UNESCO gehören. Los ging es im Castello di Montebello aus dem 13. Jahrhundert. In der Burg befindet sich das Museo Civico. Weiter ging es mit dem Castello di Sasse Corbaro, welches isoliert auf einem Berg etwas Abseits der Altstadt steht. Und als letztes schauten wir uns noch das Castelgrande an, das Zentrum der Wehranlagen. 

vor dem Castello di Montebello

Lina und Bettina im Castello di Montebello

Blick auf das Castelgrande

Familienfoto vor dem Castello di Montebello

Quatschkopf Lina die Erste

… und die Zweite

Castello di Sasse Corbaro

Lina beim Klettern

Blick auf Bellinzona

Natürlich durfte auch hier das nachmittägliche Eis nicht fehlen bevor wir uns noch auf an den Lago Maggiore machten. Dort hielten wir kurz und genossen die Aussicht. Caja und Lina spielten noch ein wenig auf dem Spielplatz und abends machten wir uns lecker Tortellini in Morcote.

Spielplatz am Lago Maggiore

Zu Saschas Geburtstag gab es dann standesgemäß leckeren Kuchen zum Frühstück. Gestärkt machten wir uns auf nach Morcote von wo aus wir mit dem Schiff nach Porto Ceresio in Italien übersetzten. 

das war die erste Schifffahrt für Caja …

Der Regen war rechtzeitig verflogen, und wir hatten wieder sehr schönes Wetter mit blauem Himmel. Vom Schiff aus hatte man einen sehr schönen Blick auf Morcote und konnte gut sehen wie die Häuser direkt an den Fels gebaut wurden.

Blick auf Morcote vom See

Porto Ceresio altes kleines italienisches Städtchen, was die besten Zeiten leider schon hinter sich hat. Wir machten ein Päuschen am Strand und assen danach wieder leckeres italienisches Eis. Alleine dafür hatte sich die Überfahrt schon gelohnt.

Porto Ceresio

Familienfoto in Porto Ceresio

Zurück am Schiffsanleger in Morcote erwartete uns schon Matti, der uns extra nochmals besuchen kam. Wir assen lecker Pizza im Ristorate della Posta auf einer Terrasse über dem Luganer See. Der Verdauungsspaziergang danach hatte es in sich, und zwar bezwangen wir die 400 Stufen zur Santa Maria del Sasso Kirche. Von dort aus hatte man einen schönen Ausblick über den See hinüber nach Porto Ceresio.

Blick über die Kirche von Morcote

Um uns von dieser Anstrengung zu erholen sprangen wir dann an unserem Badeplatz am Haus erstmal in den See um uns abzukühlen. Leider rutschte Bettina gleich auf einer rutschigen Treppe aus und flog mit Caja im Arm hin. Zum Glück hatte sie sich nur leicht den Fuss umgeknickt und es ist nichts schlimmeres passiert. Flamur, Susi, Lina und Sascha schwammen eine Runde im Luganer See. Als dann abends ein Gewitter aufzog gingen wir zurück ins Haus und liessen den Tag auf der Terrasse bei starkem Regen ausklingen. Abends krabbelte Caja sogar noch zum ersten Mal!

Leider ging die Zeit am Luganer See so langsam auch schon wieder zu Ende. An unserem letzten Tag gingen wir nochmals nach Caslano, jedoch nicht zum Schokoladenmuseum, sondern wir machten einen Spaziergang am See. Zusammen mit Susi und Flamur genossen wir noch unser letztes Eis, bevor sich die beiden abends wieder auf den Rückweg nach Deutschland machten. Wir packten auch unsere Sachen, denn am nächsten Tag ging es leider für uns auch schon wieder weiter, und zwar nach Paris …