Caja

Am Samstag den 2. November kam Sascha nachts spät vom Jay-Z Konzert auf Yas nach Hause. Um Bettina nicht zu wecken, welche während der Schwangerschaft immer einen leichten Schlaf hat, legte er sich ins Gästezimmer im dritten Stock. Um 5:30 Uhr musste Bettina mal wieder auf die Toilette und als sie dann wieder im Bett lag spürte sie, wie Fruchtwasser auslief.

Kurz darauf schickte sie Sascha eine SMS, da sie nicht durchs ganze Haus nach oben rufen wollte,  aber Sascha reagierte nicht darauf. Da sie dann entschloss Sascha sowie auch Lina nicht wecken zu wollten, blieb sie einfach ruhig liegen und versuchte sich möglichst nicht zu bewegen und noch etwas zu schlafen. Das gelang aber nicht so wirklich. Irgendwann fing es an ungemütlich zu werden und Bettina versuchte Sascha anzurufen und um Hilfe zu beten. Das Handy war aber aus …

Um sieben Uhr wachte Lina dann endlich auf und Bettina sagte ihr, sie solle nach Sascha rufen. Er kam dann auch gleich runter und dachte erst Bettina machte einen Scherz, als sie ihm erklärte, dass die Fruchtblase geplatzt sei, da der eigentliche Termin für den 13. November angesetzt war … Als Sascha den Ernst der Lage erkannte hat er schnell Lina fertig gemacht und Bettina ging noch unter die Dusche und legte sich dann wieder hin, bis Sascha alles fertig gerichtet hatte und Lina bei unserer Nachbarin abgegeben hatte. Das hatte schon mal wunderbar geklappt. Wir hatten immer Angst davor Lina mitten in der Nacht wecken zu müssen. Sie hat noch nie wo anders übernachtet. Dann packten wir noch Bettina’s Kuscheltier-Pinguin ein, welchen Lina für Bettina gekauft hatte, damit Bettina nicht alleine im Krankenhaus sein muss und machten uns auf den Weg zum Krankenhaus. Wir fuhren noch schnell bei Serena vorbei, welche wieder einen Wehencocktail gemixt hatte und gab uns noch Globulis mit um die Wehen anzuregen.

Um 10:45 Uhr kamen wir dann freudiger Erwartung und total entspannt im Corniche Hospital an und freuten uns auf die Geburt. Wir wussten schon von Lina wie es laufen wird, meldeten uns an, warteten auf die Akte und dann kam Bettina ans CTG. Dort waren leichte Wehen zu sehen. Ein Fortschritt gegenüber Linas Geburt. Da war zu dem Zeitpunkt noch gar nichts los. Leider hatte das Baby immer einen sehr hohen Herzschlag, welcher immer höher als 160 Schläge war. Nach der Untersuchung von unserer Hebamme Zahra, musste Bettina noch weiter am CTG bleiben um zu kontrolieren, ob die Herztöne runter gehen. Um 12:10 Uhr bekam dann Bettina zur Sicherheit eine IV an der linken Hand gelegt und es wurde Blut abgenommen. Nachdem die Herztöne normal waren, durften wir dann um 13:30 Uhr rauf in den Ward E. Immer wieder verlor Bettina sehr viel Wasser und als wir dann oben im Warteraum saßen, da noch kein Bett frei war, war dann auch die letzte mitgebrachte Hose durchnässt. Bettina ging sich dann mal wieder umziehen und bekam diesmal eines von den schicken Krankenhaushemdchen angezogen.

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Bettina beim Mittagessen im Warteraum

 Um 16:00 Uhr durften wir dann endlich nach einem Mittagessen ein Zweibettzimmer beziehen. Bettina bekam das Bett am Fenster mit ein ein wenig Meerblick. Am Nebenbett hantierten noch ein paar Mechaniker rum und reparierten einige Kleinigkeiten. Es war tierisch laut und nicht sehr passend zur Geburtsstimmung. Wir konnten uns das Schmunzeln über diese Situation nicht verkneifen. Um diese Uhrzeit schrieb uns dann Maryam eine SMS, dass sie jetzt mit den Kindern in den Zoo gehen werden. Wieder mussten wir schmunzeln, da wir um diese Uhrzeit vom Zoo nach Hause kommen. Hier in der arabischen Welt ticken die Uhren einfach anders. Weiterhin nahm Bettina Globulis um die Wehen anzuregen.

Bei der nächsten Untersuchung um 17:20 Uhr wurde bei Bettina ein zu hoher Blutdruck festgestellt und um 18:00 Uhr war der Muttermund immer noch zu, aber der Kopf hatte sich ein bisschen gesenkt. Nach dem Abendessen versuchten wir die Zeit irgendwie tot zu schlagen und Bettina lief ein bisschen im Zimmer auf und ab. Woanders konnte man mit dem schicken Hemdchen im Krankenhaus ja nicht laufen. Immer noch hatte Bettina leichte Wehen alle 3 Minuten für etwa 40 Sekunden, welche aber noch gut auszuhalten waren. Um 21:15 Uhr wurde erneut ein CTG gemacht und der Blutdruck hat sich Gott sei Dank normalisiert. Dann wurde entschieden, dass eine Tablette gelegt wird um die Wehen anzuregen. Bettina ärgerte sich, dass es nicht schon früher gemacht worden ist, da sie sich Sorgen machte wie die Nacht ohne Sascha wird. Sie hätte gerne den Tag schon für die Wehen genutzt… Leider musste Sascha dann das Krankenhaus um 22:00 Uhr verlassen.

Sascha fuhr gleich heim und ging zu unseren Nachbarn um nach Lina zu schauen. Maryam hatte extra für ihn einen Kartoffelauflauf gekocht und einen Cupcake als Nachtisch gebacken. Dann erzählte sie noch, dass Lina um kurz vor 21:00 Uhr eingeschlafen sei ohne zu weinen. Sascha entschied dann, Lina nicht zu wecken und in Ruhe bei unseren Nachbarn schlafen zu lassen. Das war das erste mal das Lina nicht zu Hause ohne uns schlief. Sie ist echt ein großes Mädchen…

In der Nacht, es war dann Arabisches Neujahr, sind die Wehen immer stärker geworden und Bettina hat um 5:00 Uhr Sascha eine SMS geschickt, dass er gleich um 6:00 Uhr da sein soll, da sie nicht mehr alleine sein wollte. Als Sascha dann ankam, waren die Wehen schon sehr stark, aber wir durften erst nach dem Frühstück in den Kreissaal gehen, da Bettina erst etwas essen sollte. Sie hatte aber gar keinen Appettit und zwang sich einen Toast runter.

Um 7:15 Uhr sind wir dann endlich runter in den Kreissaal gefahren. Die Wehen waren schon recht schmerzhaft, aber zu kontrollieren. Gleich nach 30 min war Schichtwechsel und Hebamme Rebecca kontrollierte den Muttermund. Er war schon 5 cm auf. Die Wehen wurden immer stärker, der Kopf war aber noch immer bei -2. Die Wehen kamen jetzt alle 2 Minuten und blieben etwa eine Minute und waren sehr stark. Um 8:00 Uhr bekam Bettina eine Pethidine Spritze welche aber gar nichts half. Bettina war inzwischen klatschnass geschwitzt. Um 9:45 Uhr wurde dann endlich unter grosser Anstrengung für beide Seiten die PDA gelegt. Um 10:15 Uhr saß sie und wurde erstmal nur leicht eingestellt und auch etwas zur Beruhigung gegeben. Da Bettina so fertig war, ist sie sofort erschöpft eingeschlafen. Die Wehen gingen auch sofort runter und es gab für den Körper eine Erholungspause.

In der Zeit bekam Sascha eine SMS von Maryam, dass Lina heute Nacht aufgewacht sei und kuscheln wollte. Sie ist dann aber auf Maryams Brust gleich wieder eingeschlafen. Um 11:00 Uhr gab es dann ein stärkeres Mittel, da seit der Spritze jetzt 3 Stunden vergangen waren. Während Sascha sich von der Ärztin nochmal alles genau erklären ließ, zeigte Bettina der Hebamme Rebecca Fotos von Lina. Denn sie war damals Hebamme auf der Station als Lina geboren wurde und konnte sich noch daran erinnern. Um kurz vor zwölf Uhr versucht Bettina noch einmal zu schlafen und Sascha ging in die Kantine um sich etwas zu essen zu holen. Wie schon bei Lina’s Geburt fühlte er sich wieder wie am Set von Scrubs und wartete nur, dass Vanille Bär und Schoko Bär um die Ecke kamen …

Aber aus einem Nickerchen wurde nichts, denn inzwischen war der Muttermund ganz auf und die Ärztin meint um 13:00 Uhr Bettina könnte mal versuchen etwas zu pressen, obwohl der Kopf immer noch -1 sass. Wegen der PDA merkte Bettina die Wehen aber nicht und so wurde eine halbe Stunde später die PDA auf Bettinas Wunsch etwas heruntergestellt. Die Hebamme und die Ärzte fingen an über einen Kaiserschnitt zu reden, aber Bettina bat immer um Aufschub und wollte es immer noch einmal probieren. Aber trotz aller Versuche und der wirklich großen Hilfe der Hebammen kam der Kopf nicht runter. Die Ärztin machte sich dann Sorgen um das Baby, da gegen 15:30 Uhr die Herztöne des Baby’s konstant über 200 Schläge waren und nicht mehr unter 180 gingen.

Da der Kopf sich über Stunden nicht bewegt hatte und die Herztöne so hoch waren, musste dann leider doch ein Kaiserschnitt gemacht werden. Die PDA wurde wieder hochgefahren und um 16:00 Uhr war Bettina vor dem OP und wurde für den Kaiserschnitt fertig gemacht. Bettina merkte gar nicht, dass die Operation schon angefangen hatte als sich Sascha dann plötzlich neben sie setze. Er brachte die Brille mit und Sekunden später hieß es schon: “Baby kommt von rechts! ”

Kurz konnten wir unsere Caja sehen, welche am 3. November um 16:25 Uhr mit 4,300 Gramm, 54 cm und einem Kopfumfang von 35 cm geboren wurde.

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unsere kleine Caja Nayeli kurz nach der Geburt

Sascha ging dann gleich mit ihr zur Untersuchung und musste kurz darauf zusammen mit Caja den Operationssaal verlassen. Bettina wurde dann noch zugenäht und während dessen wurde noch einmal die PDA aufgespritzt. Die Schmerzen im Oberbauch waren beim Fruchtwasser absaugen zu groß und sie brauchte auch etwas gegen Übelkeit. Der Anästesist hat immer sofort gehandelt und es Bettina wirklich sehr erträglich gemacht. Sascha die Zeit mit Caja in der Überwachungsstation verbracht und hatte die Hebammen in den OP geschickt um sich nach Bettina zu erkundigen, da ihm die OP doch lange vorkam. Aber kurz darauf wurde Bettina herausgebracht und bekam Caja in der Überwachungsstation zum ersten Mal auf den Bauch gelegt und dort wurde sie auch zum ersten Mal gestillt. Auch Caja war von Anfang an ein Naturtalent.

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Sascha und Caja stolz in der Überwachungsstation

Um 18:30 Uhr wurden wir wieder auf unser Zimmer gebracht. Caja trank fleißig und war so erledigt, dass sie ordentlich schwitzte. Sehr angenehm war, dass auf dem Ward eine deutsche Hebamme war. Mit ihr konnte man endlich reden ohne ständig nach den Fachbegriffen auf Englisch im Kopf zu suchen und sie gab immer gute Tipps.

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Bettina und Caja im Bett

Um 20 Uhr ging Sascha dann nach Hause und holt Lina bei Maryam ab. Er erfuhr noch, dass sie am Strand gewesen waren und bei Mc Donalds Pommes zu Abend gegessen hatten. Lina freute sich so sehr Sascha zu sehen und erzählte ganz aufgeregt was sie alles gemacht hatten und fragte: “Mama Baby raus?” Sie freute sich sehr über ihre kleine Baby Caja und konnte es kaum erwarten sie am nächsten Tag zu sehen. Nach viel gekuschel und gedrücke sind Lina und Sascha dann um 22:00 Uhr eingeschlafen. Bettina lag zu der Zeit noch hellwach im Bett. Denn nachdem sie die Anweisung bekommen hatte, dass sie bis zum nächsten Tag nicht aufstehen solle und nichts essen dürfe, bekam die Bettnachbarin um 22:30 Uhr Besuch. Ihr Mann samt Kind kam mit Abendessen vorbei. Eigentlich müsste der Besuch um 22:00 Uhr das Krankenhaus verlassen. Caja hat in der Nacht viel geweint und es wurde ihr Blutzucker gemessen. Die Krankenschwester sagte aber erstmal nichts von schlechten Werten, sondern nur, dass Bettina Caja mehr stillen soll.

Am Morgen gab es dann endlich für Bettina etwas zu essen. Sie hatte seit 24 Stunden nichts mehr gegessen. Doch üppig war das Frühstück nicht. Es gab ein Toast und ein Ei. Dann wurde nochmals Cajas Blutzucker gemessen und er lag nur bei 2.1, was zu niedrig ist. Somit wurde beschlossen, sie zuzufüttern und Bettina sollte deswegen versuchen mit der Pumpe die Milchproduktion in Schwung zu bringen. Den anschließenden Hörtest hat Caja dann aber mit “sehr gut” bestanden. Caja schlief selig in ihrem Bett als noch einmal Blutzucker getestet wurde. Er lag nun nur noch bei 1.8. Wieder wurde zugefüttert und es gab die ersten vollen Windeln.

Lina hatte an diesem Morgen sehr lange geschlafen, hat wieder viel gekuschelt und hörte nicht auf zu erzählen. Danach brachte sie Sascha dann in die Nursery und hat dann noch die Klimaanlagen zu Hause reinigen lassen, was schon längst überfällig war, und etwas gearbeitet. Nach dem Mittagessen kam Serena im Krankenhaus vorbei. Sie machte sich keine großen Sorgen um Caja wegen dem Blutzucker und meinte, dass dies öfters so bei schweren Babys sei. Dann wurde wieder der Blutzucker gemessen, diesmal vom Kinderarzt selbst, und er lag zum ersten Mal über 3. Caja hatte sogar den Pieks in die Hand verschlafen…

Um 14:30 Uhr kam Sascha mit Lina wieder im Krankenhaus vorbei. Davor hat er noch die Emirates ID für Lina beantragt damit wir nicht wieder eine Strafe zahlen müssen und ein Krokodil zusammen mit ihr als Geschenk für Caja gekauft. Lina freute sich total und half fleißig beim Windel wechseln. Außerdem wurde Caja wieder zugefüttert und Lina schaute sehr interessiert zu. Lina gab Caja unzählige Küsschen und streichelt sie. Sie ist sehr stolz auf Caja!

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Caja und Lina lernen sich kennen …

Die Schmerzen von Bettina’s Narbe waren an dem Tag noch sehr stark und immer noch lagen Caja’s Blutzuckerwerte bei 2.5 und sie musste zugefüttert werden. Inzwischen fing sie schon an zu weinen, wenn ihr der Socke ausgezogen wurde, denn sie wusste was danach kam. Der Kinderarzt konnte sich die Situation nicht so richtig erklären, da es Caja sonst sehr gut ging.

Am Abend lag Caja’s Blutzuckerwert dann erfreulicherweise bei 3.1. Bettina’s Bettnachbarin bekam um 21:00 Uhr wieder Besuch von ihrer Familie mit mehreren Kindern. Um 22:30 Uhr verliessen sie dann endlich das Zimmer, ihr Mann jedoch blieb noch sitzen. Da Bettina so fertig war, holte sie die Security und der Ehemann verlies dann wieder um 23.00 Uhr das Zimmer. Die Bettnachbarin telefonierte jedoch noch fröhlich bis weit nach Mitternacht weiter.

Caja sollte wegen ihren Blutzuckerwerten noch weiter zugefüttert werden. Somit bekam sie um 24:00 Uhr wieder Milch. Seit dem Mittag hatte sie eigentlich durchgehend geschlafen und wachte nur zu den Messungen und zum trinken auf. Um 1:00 Uhr wurde dann wieder der Blutzucker gemessen und war dann wieder im normalen Bereich. Somit konnte auch endlich Bettina schlafen.

Zu der Zeit lagen Sascha und Lina zu Hause schon lange im Bett. Als die beiden zu Hause angekommen waren, musste Sascha Fotos von Lina und ihren Babys machen. Lina hatte den ganzen Abend über nichts anderes als Caja erzählt und meinte, dass Caja wenn sie Heim kommt auch mit ihren Spielsachen spielen dürfe, “aber nur wenn sie lieb ist!”

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Lina und ihre Babys

Den ganzen Tag über kamen Glückwunschnachrichten zur Geburt von Caja über die wir uns sehr gefreut haben.

Um 7:30 Uhr am nächsten Morgen bekam Caja dann zum letzten Mal Milch zugefüttert, da auch nach dieser Messung ihr Wert bei 3.5 lag, was uns alle sehr erleichtert. Sie hatte meist knapp 40 ml von der Milch getrunken … Um 10:00 Uhr kam dann noch die Kinderärztin, welche Bettina vom Impfen überzeugen wollte. Dies hatten wir nämlich am Tag zuvor abgelehnt, da wir erst später mit dem Impfen beginnen möchten. Nach einem sachlich, freundlichen Gespräch, war auch der Kinderärztin klar, dass wir keine Impfgegner sind, und es uns aber noch zu früh zum Impfen ist und sie akzeptierte schliesslich unsere Entscheidung. Um 11:00 Uhr kam dann eine sogenannte Stillberaterin, welche Bettina erstmal anmaulte, warum die abgepumpte Milch noch nicht an Caja gefüttert wurde. Sehr sympatisch… Danach versuchte sie ein paar tolle Tipps zu geben und schaute beim Anlegen zu und griff zwischendrinn immer mal ziemlich ruppig rein. Nachdem diese dann auch endlich gegangen war und Bettina ziemlich entnervt war, kam der schöne Teil des Tages: Sascha kam wieder mit Lina zu Besuch.

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Caja bei ihrer Lieblingsbeschäftigung

Nachdem es mit dem vegetarischen Essen im Krankenhaus das letzte Mal nicht so gut geklappt hatte, brachte Sascha zur Sicherheit Bettina einen Kartoffelauflauf mit. Dann stellten wir zu unserem Entsetzen fest, dass Caja von der ganzen Bluttesterei an der Ferse total offen war und verarztet werden musste. Die Kinderärztin machte einen Verband drum und verschrieb eine Salbe mit Antibiotica. Diese haben wir aber nie benutzt. Caja tranken dem Tag sehr viel an der Brust.

An dem Abend bekam Bettina’s Bettnachbarin wieder um 22:15 Uhr Besuch mit einem müden Kleinkind, welches nur am weinen war. Es war wirklich schwierig für Bettina und Caja im Krankenhaus zur Ruhe zu kommen. Da das Baby der Bettnachbarin irgendwelche Probleme hatte mussten sie nachts um 4.00 Uhr zu einem Arzt und liessen vor lauter Eile das Licht brennen bis sie wieder von der Untersuchung um 5:30 Uhr zurück kamen. Caja liess sich aber von dem ganzen nicht aus der Ruhe bringen und schlief einfach weiter.

Am nächsten Morgen bekamen Caja und Bettina das Ok, dass sie das Krankenhaus verlassen dürfen. Endlich! Somit begann das Warten auf die Entlassungspapiere, was wir ja aber schon von Lina kannten. Daher konnten wir uns schon mal innerlich darauf einstellen, dass es einige Stunden dauern würde. Am Mittag kam noch Bettina’s Freundin Cheryl vorbei und brachte ein Geschenk für einen Jungen mit! Sehr süß, wir haben herzlich gelacht…

Um 14 Uhr hatte Sascha dann die Entlassungspapiere in der Hand und versuchte noch die Geburtsurkunde zu beantragen, aber wie so oft gab es Probleme mit dem Computerprogramm und wir wurden auf morgen vertröstet. Um 15:00 Uhr fuhren wir dann zu Dritt vom Corniche Hospital ab. Erst holten wir Lina von der Nursery ab und kauften dann noch Pizza zum Mittagsessen ein.

Als wir zu Hause ankamen waren leider noch gerade unsere Putzkräfte im Einsatz und Maryam, Olivera und Elyne kamen um Caja kennen zu lernen. Natürlich brachten auch sie ein Geschenk mit. Diesmal aber eins für ein Mädchen.

Am Abend kam noch Serena vorbei um zu schauen, ob bei uns alles in Ordnung ist und half uns auch Caja zu baden. Lina hat ganz eifrig mitgeholfen und wollte zum Schluss natürlich auch noch baden. Ganz schnell hat sie sich ausgezogen und wartete in ihrer Windel bis Caja fertig war.

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Caja wird zum ersten Mal gebadet

Um 20:00 Uhr lagen wir dann alle Vier zusammen im Bett und haben noch eine Weile gekuschelt bevor wir eingeschlafen sind.

Leider musste Sascha am Donnerstag schon wieder arbeiten gehen. Danach fuhr er dann gleich wieder zum Corniche Hospital um die Geburtsurkunde abzuholen und dann zum Aussenministerium, um diese beglaubigen zu lassen. Am Mittag kam er dann aber schon wieder mit Lina und den Einkäufen nach Hause. Am Abend kam wieder Serena vorbei um nach dem Rechten zu sehen und danach haben wir uns wieder alle ins Bett gekuschelt.

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Lina kümmert sich ganz fürsorglich um Caja

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Kuscheln im Bett

Am nächsten Tag war schon wieder Wochenende und wir haben bis 7:00 Uhr geschlafen. Sascha und Lina sind am Morgen dann gleich einkaufen gegangen, und haben danach Lina’s neue Murmelbahn ausprobiert und den restlichen Tag viel gespielt.  Am Mittag hat Sascha zusammen mit Lina und Caja einen kleinen Spaziergang gemacht um etwas Sonne zu tanken. Caja hat von allem nicht so viel mitbekommen, da sie fast den ganzen Tag geschlafen hatte; aber so eine Geburt ist ja auch recht anstrengend …

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Lina und Caja im Kinderwagen